Schlossgespraech
Informierten sich beim Schlossgespräch- Bürger für Ortenberg: von links : Karl-Peter Düren, Monika Strauch, Gisela Scheurer-Kraus,
Ralf Schäfer, Leiter Jugendherberge Schloss Ortenberg Peter Hofmann, Thomas Frenk , Victor Witschel, Gabriele Hübsch

Tourismus- und Freizeitregion „Rebland Ortenberg“  


Bürger für Ortenberg“/SPD setzen auf örtlichen Tourismus: Rund ums Schloss Ortenberg bietet sich eine optimale Infrastruktur, die in Richtung ländlicher Tourismus in vielerlei Hinsicht danach ruft, genutzt zu werden.

So könnten einerseits örtliche Rad- und Wandertouren an bestehende Fernverbindungen, wie z.B. den Kinzigtalradweg erschlossen werden. Zum anderen stellt das Schloss und Jugendherberge Ortenberg einen Anziehungspunkt der besonderen Art in der Ortenau dar, das nach einer touristischen Vermarktung für die gesamte Gemeinde ruft. Eine gezielte Verkehrsführung sowie das Errichten von Parkplätzen außerhalb der Wohngebiete zum Wohle der Anwohner wäre dabei einer der primären Gedanken. Dass Tourismus in Ortenberg keine Utopie ist, zeigt sich anhand der neuesten Bestrebungen des Wirtschaftsministeriums BW, welches gezielt einen sanften- und nachhaltigen Tourismus im ländlichen Bereich fördert. Projekte wie die Errichtung eines kulturellen Geschichts- und Lehrpfades „Schloss Ortenberg - Kügeleskopf“ könnte eine mögliche Option darstellen. Die ersten Weichen in diese Richtung konnten Bürgermeister Vollmer und Thomas Frenk als ehrenamtlich Beauftragter des Landesdenkmalamtes vor kurzem stellen. So konnte das Landesdenkmalamt für die Idee gewonnen werden den Kügeleskopf als so genanntes Grabungsschutzgebiet zu deklarieren. Diese wäre die höchste Ausweisung im Rahmen des Denkmalschutzes für dieses seltene Kulturgut. Thomas Frenks Wunsch für einen dreisprachigen Geschichts- und Lehrpfad (deutsch-französisch-alemannisch) könnten sich dadurch erfüllen.

Die archäologische Ausstellung „Frühalemannische Höhenstellung-Kügeleskopf“ im Rathaus ist für 2010 mit Unterstützung des Landesdenkmalamtes eingeplant.
L
aut Thomas Frenk, der ein deutsch-französiches Tourismusprojekt bei der Gemeinde Meißenheim begleitet, sind die Chancen auch in Ortenberg in Form eines Interregprogramms gegeben. Ein dreisprachig konzipierter Wein- und Lehrpfad mit einer Gemeinde im Elsaß wäre z.B. eine Option. Langjährige Beziehungen zu Stotzheim stellen da sicher eine sehr gute Basis dar. Eine wichtige und sichere Säule setzt bei all diesen Wünschen und Plänen eine gute Kooperation mit den Verantwortlichen der Jugendherberge Schloss Ortenberg voraus. Gegenüber der Liste: „Bürger für Ortenberg“/SPD ließ Peter Hofmann schon verlauten, dass es „Ideen“ gäbe, das Schloss noch mehr in Richtung Besucher auszurichten. Ob dies in Richtung Cafe oder Gastronomie gehen würde- dazu wolle man seitens der Jugendherberge noch nicht konkret werden. Einhellig wurde jedoch von Seiten der Kandidaten konstatiert, dass ihrerseits eine gastronomische, museale und kulturelle Ausrichtung wünschenswert sei, soweit dies mit den Interessen der Jugendherberge sowie der anliegenden Bewohner in Einklang zu bringen ist.