Gemeinde Ortenberg Flug nach Ortenberg  Ѻ
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Ortenberg ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Ortenaukreis.
Ortenberg liegt in den Vorbergen des Schwarzwalds am Ausgang des Kinzigtals in die Rheinebene, 5 km von der Kreisstadt Offenburg entfernt. Die Badische Weinstraße führt durch Ortenberg..
 

Geschichte

Das Dorf wurde im Jahre 1148 erstmals urkundlich erwähnt, damals trug es noch den Namen Dottenwiler/Tatenwilre. Erst Mitte des 14. Jahrhunderts wurde der Name der Burg, die bereits 1233 als castrum Ortinberg bezeichnet wurde, auch für das Dorf verwendet.

Die Burg wurde 1678 zerstört. Leonhard von Berckholtz baute sie im 19. Jahrhundert wieder auf.
Ortenberg gehörte lange Zeit zum Landkreis Offenburg, als dieser 1973 aufgelöst wurde, kam der Ort zum neugebildeten Ortenaukreis.

 Sehenswürdigkeiten

Schloss

Das Schloss Ortenberg dient als Jugendherberge, die Turmanlagen sind jedoch öffentlich zugänglich. Der heutige schlossartige Bau wurde 1838 bis 1843 vom livländischen Kaufmann Leonhard von Berckholtz an der Stelle der Burg Ortenberg errichtet, die 1678 zerstört wurde.
Entgegen der landläufigen Meinung gab diese ehemalige Reichsburg
nur dem Ort ihren Namen, nicht aber der Landschaft Ortenau. Dieser wird abgeleitet aus dem früheren Begriff Mortenau (von lat. Moridunum = Sumpfland), dessen Anfangskonsonant ab dem späten 16. Jahrhundert dem Volksmund zum Opfer fiel.

 

St. Bartholomäus Pfarrkirche 

 

Die dem Apostel St. Bartholomäus geweihte Pfarrkirche wurde 1824 vom Architekten Hans Voß im Weinbrenner-Stil erbaut.

Der Ort gehörte bis 1787 zur Pfarrei Offenburg. Filialkirche in Ortenberg war die Bühlwegkirche. Von 1787 bis 1823 war die Bühlwegkirche selbstständige Pfarrkirche von Ortenberg. Mit der Errichtung der heutigen Pfarrkirche wurde sie wieder zur Filialkirche.
1805 kam Ortenberg an den neu geschaffenen badischen Staat.
1823/1824 wurde die heutige Pfarrkirche als Bau des Klassizismus in den unteren Dorfmatten errichtet. 1838-1843 ließ der baltische
Kaufmann Gabriel Leonhardt von Berckholtz (1781-1863) die Burg Ortenberg von Jakob Friedrich Eisenlohr (1805-1855) errichten, im englisch-neugotischen Stil, unter Verwendung älterer Teile.
Schon in den Jahren 1700-1790 wurde ein Kirchenneubau geplant.
Die Bühlwegkirche war längst zu klein geworden (Zunahme von Landwirtschaft und Bevölkerung im 18. Jh.). Bereits 1789 wurden Risse und Kostenanschläge für eine neue Pfarrkirche in Ortenberg an die Regierung gesandt, die jedoch keine Verwendung fanden.

 

Bühlwegkirche Mariae Ruh


Geschichte  

An der Stelle einer schon im 14. Jh. erbauten Kapelle „Unßer lieben Frawen" wurde im Jahre 1497 die heutige Bühlwegkirche im spät­gotischen Stil errichtet. Um 1500 erhielt sie sieben Fresken und 14 Wandmalereien (in Tempera). Sie wurde ausschließlich aus privaten Spenden erbaut und war der Schmerzhaften Muttergottes geweiht.

Von Beginn an war die Kirche Filialkirche der Offenburger Pfarr­kirche. Zu Beginn der Reformation erhielt sie zeitweise einen protes­tantischen Pfarrer; seit 1550 gehört die Bühlwegkirche zur katholi­schen Kirche.

Immer wieder versuchten die Ortenberger, ihre Kirche aus dem Pfarrverband Offenburg herauszulösen, doch ohne Erfolg. Bis dahin mussten sie sich mit zwei Messen im Jahr, Beerdigungen und 14-tägiger Kinderlehre begnügen.

Um 1730 gestaltete man den Innenraum der Kirche, dem barocken Zeitgeschmack entsprechend, vollkommen um. Drei neue Altäre wur­den gebaut, die Stabdecke wurde durch ein Stuckatur-Gewölbe ersetzt, und die Kirche erhielt einen Turm. Die Wandmalereien wur­den mit Gipsstuckaturen zugedeckt.

Ab 1763 musste der Gottesdienst erweitert werden, da die Bevölkerungszahl rasant zugenommen hatte und außerdem eine Stiftung einen täglichen Gottesdienst ermöglichte. Das führte dann auch dazu, dass die Bemühungen der Ortenberger, die Bühlwegkirche als eigene Pfarrkirche zu erhalten, Erfolg hatten. Auf Verfügung Kaiser Joseph II. wurde 1787/1788 Ortenberg eigene Pfarrei.

Doch die Kirche erwies sich schnell als zu klein und - mittlerweile fast 300 Jahre alt - auch als baufällig. Man befasste sich mit dem Gedanken an einen Neubau, aber die Wirren der Französischen Revo­lution von 1789 und ihre Auswirkungen bis hin zu den Napoleoni­schen Kriegen führten immer wieder zu einer Vertagung des Kirchen­neubaues. 1820 war dann das kaum 100 Seelen fassende Kirchlein für die 1400 Seelen zählende Gemeinde entschieden zu klein.

Mit dem Bau der Pfarrkirche 1824 im Dorf wurde die Bühlwegkir­che wieder zur Filialkirche. 1827 wurden die Kirche und der Friedhof der politischen Gemeinde zugewiesen. Der Ertrag des Opferstockes floss in die Gemeindekasse. Dem folgte eine Vernachlässigung der Kirche, so dass diese schließlich in der zweiten Hälfte des 19. Jh.s ziemlich verwahrloste. Ein Testament ermöglichte 1870 eine Renova­tion, wobei neue Fenster eingesetzt und ein neues Gestühl errichtet wurden. 1889 wurde eine Glocke umgegossen und eine neue ange­schafft.

Die Mittel des „Bartholomäusfond", eine Testamentsstiftung des Zunsweierer Landwirts Bartholomäus Broß, und die Einnahmen des Opferstockes, die die Gemeinde nach längerem Bitten der Kirche überließ, flössen 1902 in die Instandsetzung der Kirche. Die Fenster wurden wieder in ihren ursprünglichen (gotischen) Zustand versetzt, auch die barocken Seitenaltäre erneuerte man im gotischen Stil. Bei der Abnahme des Putzes kamen die alten Wandmalereien zum Vor­schein, teilweise nur noch undeutlich erkennbar, so dass einige Stel­len ergänzt werden mussten. Um die Fresken auch im oberen Teil freizulegen, wurde die Stuckdecke durch eine Stabdecke aus Holz ersetzt. Die Decke im Chor blieb erhalten. Die Gemälde erwiesen sich als so wertvoll, dass die Landesregierung 2600 Mark zur Restaurie­rung bereitstellte.

1950 begann man, die durch die beiden Weltkriege entstandenen Schäden - vor allem an Dach und Dachreiter - zu reparieren.

 

 

 

Quelle: Wikipedia und  Seelsorgeeinheit Vorderes Kinzigtal

 

Link zur Gemeinde:http://www.ortenberg.de/